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Mittwoch, 22. November 2017
 
 
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Aw: Stromversorgung portable Funkstation (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Aw: Stromversorgung portable Funkstation
#8477
OE3CWU (Benutzer)
Senior Boarder
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graphgraph
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Geschlecht: männlich Ort: Gießhübl Geburtstag: 1965-01-13
Stromversorgung portable Funkstation vor 2 Monaten, 4 Wochen  
Servus...

Ich bin gerade dabei, mir eine portable Funkstation in einem 19 Zoll Rack Trolley mit 6 HE zusammen zu bauen. Eine Frage, die mich dabei beschäftigt, ist natürlich die Stromversorgung. Zum einen soll die Station bei Vorhandensein einer 230V Steckdose über ein Alinco DM 330-MW versorgt werden. Über dieses soll dann natürlich auch der Akku geladen werden. Wenn ich mit der Station aber in der Pampa bin, dann soll die Stromversorgung nur über Akku erfolgen. Dazu drei Fragen:

1) Welche Akkus sollte man verwenden? Blei Gel Akkus? LiPo? LiFePo? Oder ist das eine Glaubensfrage? Da der Rack-Trolley recht groß ist, kann davon ausgegangen werden, dass ich kein SOTA damit machen will, sondern mit dem Auto z.B. zu einem Fieldday fahren will. Das Gewicht spielt daher keine so große Rolle.

2) Wie schaffe ich eine automatische Umschaltung zwischen Netzteil, wenn dieses Strom liefert, und Akku?

3) Wie kann ich bei laufendem Netzteil über dieses den Akktu laden? Oder sollte ich besser ein extra Ladegerät für die Akkus im Trolley verbauen?

Für kreative Hinweise wäre ich sehr dankbar. Aber ich muss gleich dazu sagen, dass ich von Elektronik und dem Selbstbauen von Schaltungen keine Ahnung habe. Wenn es auf so etwas heraus läuft, dann wäre ich auf tatkräftige Unterstützung angewiesen. Natürlich gegen Kostenersatz und Entlohnung z.B. in Naturalien wie Bier, Wein oder anderen Köstlichkeiten.

Danke im Voraus für eure Hinweise!

vy 73 de
Christoph - OE3CWU
 
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#8478
OE5RTP (Benutzer)
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Beiträge: 565
graphgraph
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Geschlecht: männlich alpha7at alpha.7@gmx.at Ort: Steyr Geburtstag: 1967-07-11
Aw: Stromversorgung portable Funkstation vor 2 Monaten, 3 Wochen  
Hallo Christoph,

auch wenn bei Deinen Fragen die jeweiligen Antworten stark Geschmackssache sind, möchte ich Dir dennoch mit meinen Ideen und Erfahrungen antworten.

ad.1) Der "beste" Akku für Funkanwendungen ist natürlich ein LiFePO4, die Frage ist nur, ob das für Dich das Richtige ist. Die Vorteile sind eindeutig das Gewichts-/Kapazitätsverkältnis, die geringe Selbstentladung und die Energiebereitschaft bei Temperaturen unter -10 Grad. Gegen einen solchen Akku spricht der Preis, der bei gleicher Kapazität das fünf- bis zehnfache, verglichen mit einem Bleigelakku beträgt.

Vermutlich wird für Deine Anwendung ein wartungsfreier und lageunabhängiger Bleigelakku die richtige Wahl sein.

ad.2+3) Wenn Du mit dem Selbstbau von Schaltungen eher weniger Freude hast und lieber nur fertige Module zusammenschaltest, wird Deine Lösung ein 30A Solarladeregler sein. Ab etwa 15 Volt Versorgungsspannung arbeiten die meissten Regler einwandfrei. Der Akku wird bei vorhandener Versorgung permanent gepuffert und regelt die erforderlichen 13,8 Volt, ohne Versorgung geht es automatisch im Batteriebetrieb weiter. Kümmern musst Du Dich um nichts und ob Du jetzt 15 oder 24 Volt anlegst, ein echtes Solarpanel benutzt, oder einfach nur ein ungeregeltes 20A Batterieladegerät aus dem Kfz-Diskonter, ist egal.

Ich hoffe, Dir geholfen zu haben.
vy 73 de
OE5RTP
Peter
 
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Letzte Änderung: 28.08.2017 11:31 von OE5RTP.
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#8479
OE3CWU (Benutzer)
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Beiträge: 82
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Geschlecht: männlich Ort: Gießhübl Geburtstag: 1965-01-13
Aw: Stromversorgung portable Funkstation vor 2 Monaten, 3 Wochen  
Hallo Peter,

das mit der Geschmackssache war mir schon von Anfang an klar. Aber damit kann ich leben. Auf Basis der Meinungen, Tips, Hinweise und Geschmäcker anderer kann ich mir dann ja meine eigene Meinung bilden. Daher bin ich derzeit dankbar für alles.

1) Da decken sich meine Überlegungen mit dem, was du geschrieben hast, sehr. LiFePO4 hätte ich sicherlich genommen, wenn ich SOTA gemacht hätte. Aber für eine portable Notfunk- und Fieldday-Station, die ich eh im Auto und nicht auf dem Rücken transportiere, habe ich auch eher zu den Bleiakkus tendiert.

2) + 3) Das mit dem Solarladeregler klingt sehr interessant. Vielen Dank für den Hinweis.

Ein Kollege von mir meinte, dass ich auf das Schaltnetzteil doch komplett verzichten soll. Er meinte, ich soll einfach 2 oder 3 Bleigelakkus parallelschalten, um auf die von mir gewünschten Ah zu kommen. An den letzten Akku dann ein Ladegerät für die Akkus. Wenn ich 220V habe, das Ladegerät einfach anstekcen und die Akkus werden ge- und entladen gleichzeitig. Wenn ich keine 220V habe, dann werden die Akkus halt nur entladen. Die Lösung kommt mir irgendwie ein bisserl "russisch" vor.

Danke für deine wertvollen Hinweise!

vy 73 de
Christoph - OE3CWU
 
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#8480
OE5RTP (Benutzer)
Moderator
Beiträge: 565
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Geschlecht: männlich alpha7at alpha.7@gmx.at Ort: Steyr Geburtstag: 1967-07-11
Aw: Stromversorgung portable Funkstation vor 2 Monaten, 3 Wochen  
Ein "Dauerladegerät" zum Puffern einer Bleigelbatterie, evtl. mit einem Restwelligkeitsfilter, um den "Brumm" zu begrenzen, ist eine funktionelle, aber höchstens "quick-and-dirty" Lösung für den Notfall. Dabei bist Du auf ein "ideales" Ladegerät angewiesen, welches sich von Zyklenladespannung auf Dauerpufferspannung umschalten lassen muss, denn sonst kriegst Du den Akku entweder nie 100%ig voll, oder die Standzeit sinkt dramatisch.

Bei einem Solarladeregler ergeben sich ein paar, für Deinen Einsatz ideale, Vorteile:

1. Die Eingangsspannung muss nicht genau sein. Bei den meissten Modulen kannst Du irgendwas ungeregeltes zwischen 15 und 45 Volt, im Idealfall 20-30 Volt nehmen. Industrieschaltnetzteile mit DC 24V sind robust, billig und auch auf den Flohmärkten leicht zu bekommen.

2. Du hast einen Überlade- und Tiefentladeschutz dabei.

3. Bei den meissten Modulen hast Du eine aussagekräftige Ladezustandsanzeige und sogar Energiezähler wie viel Energie in den Akku rein und rausgegangen ist.

4. Du kannst tatsächlich Solarpanele anschliessen, ohne Dir Gedanken über die Spannungsregelung zu machen. Das Gleiche gilt für Benzingeneratoren mit einem zusätzlichen 24 Volt Ausgang, der alles andere als geregelt ist.


Es muss ja nicht gleich ein SOLARIX PR3030 sein, der über 100,- EUR kostet, auch billigere Module sind gut geeignet. Du musst lediglich darauf achten, dass kein mieser Schaltregler drin ist, der Dir dann die Kurzwelle dicht macht. Im Zweifelsfall bei Amazon bestellen und wieder zurückschicken, wenn er nicht passt...

vy 73 de
OE5RTP
Peter
 
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Letzte Änderung: 29.08.2017 14:09 von OE5RTP.
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#8481
OE3CWU (Benutzer)
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Geschlecht: männlich Ort: Gießhübl Geburtstag: 1965-01-13
Aw: Stromversorgung portable Funkstation vor 2 Monaten, 3 Wochen  
Hallo Peter,

vielen Dank für diese nützlichen Hinweise!

Ich habe mal bei den Solarreglern geschaut. Es scheint tatsächlich besser zu sein, ein paar Euro mehr auszugeben, damit man gute Qualität bekommt. Mal schauen, was ich mir da zulege. Der von dir erwähnte sieht ja sehr gut aus.

vy 73 de
Christoph - OE3CWU
 
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